Was ist eigentlich…die hypothetische Frage?

Mann schaut auf eine Wand mit vielen Zetteln und Bildern

Die „hypothetischen Fragen“ von Steve de Shazer sollen die Phantasie des Coachees für die Lösungsfindung anregen. Die Frage wird im Konjunktiv formuliert: „Angenommen Du würdest xyz. Würde das etwas für Dich ändern? Und wenn ja – was?“

Diese Fragen erlauben es, verschiedene Szenarien und unterschiedliche Perspektiven zu durchleuchten und machen insbesondere dann Sinn, wenn der Coachee den Eindruck hat, er könne nichts an seiner Situation ändern. Hypnotische Gedankenspiele können helfen, dem Coachee zu zeigen, dass er die Situation selbst beeinflussen kann.

Euer Business Coach

Christoph

Was ist eigentlich…die Skalierungsfrage?

ganz viele Linie im Hintergrund mit Skala von 0 bis 10 im Vordergrund

Oft sind wir in der Problemtrance oder auch in der Lösungsfindung sehr eingeschränkt. Wir denken in Kategorien wie schwarz oder weiß, ja oder nein, richtig oder falsch, 0 oder 1, ganz oder gar nicht. Mit der Skalierungsfrage von Steve de Shazer können wir dem Coachee helfen diese Problematik zu überkommen. Zuerst wird der Coachee gefragt, wie er seine Situation anhand von einer Skala von 0 bis 10 einschätzt, wobei eine 0 „schrecklich“ und eine 10 „besser geht es nicht“ entspricht. Entscheidet der Coachee sich beispielsweise für eine 4, stellt der Coach anschließend die Frage: „Was müsste passieren, um zu einer 5 zu gelangen?“

Die Skalierungsfrage macht insbesondere Sinn, wenn der Coachee nur sehr aufwendige und langwierige Lösungen sieht an die er sich nicht rantraut. Es zeigt dem Klienten, dass es nicht immer die 100% Lösung sein muss – meist kann auch schon eine vermeintlich kleine Lösung eine ordentliche Erleichterung schaffen.

Tipp: Es macht Sinn den Coachee zu befragen, mit welchem Niveau auf der Skala er zufrieden wäre bzw. wo sein Schmerzlevel erreicht ist. So kann sukzessive erfragt werden, was sich ändern müsste, damit das gewünscht Niveau erreicht wird.

Euer Business Coach

Christoph

Was ist eigentlich…die Ausnahmefrage?

Ein Fisch schwimmt gegen den Strom

Ergänzend zur Wunderfrage, wird im Coaching die „Ausnahmefrage“ von Steve de Shazer genutzt, um den Coachee weg von der Problemtrance hin zur Lösung zu lenken: „Wenn Du an die letzte Zeit denkst, wann war es schon einmal ein wenig wie nach dem Wunder?“

Die Antworten sollten anschließend durch weitere Fragen konkretisiert werden:
• Was waren denn damals die Umstände, dass es anders sein konnte?
• Was war Dein Beitrag daran, dass es so sein konnte?
• Welche Personen haben wie dabei unterstützt?

Diese Fragen machen insbesondere Sinn, wenn der Coachee sich darauf versteift, dass das Problem allgegenwärtig ist und dieses generalisiert. Durch die Schärfung, dass neben all dem Schlechten auch Gutes gelungen ist und der Coachee seinen Anteil daran hat, wird sich der Coachee darüber bewusst: Ich kann selbst etwas ändern! Dies ermöglicht dem Klienten aus der Opferrolle herauszukommen und vor allem auch seine Ressourcen zu aktivieren.

Euer Business Coach

Christoph

Was ist eigentlich…die Verschlimmerungsfrage?

Explosion einer Atombombe - Atompilz

Manchmal fühlen sich Klienten in gewissen Situationen hilflos und glauben, dass sie keinerlei Einfluss auf ihre Situation hätten. Dann kann die Verschlimmerungsfrage von Steve de Shazer helfen: „Was könntest Du dazu beitragen, dass es noch schlimmer wird?“

Die Verschlimmerungsfrage ist eine paradoxe Intervention, die darauf abzielt, den Klienten aus der Opferrolle in eine Täterrolle zu bringen. Im ersten Schritt erkennt der Klient, dass er die Situation negativ beeinfluss kann und im Umkehrschluss, dass er diese auch positiv beeinflussen kann.

Kleiner Tipp: Die Verschlimmerungsfrage kann durch eine Übertreibung der Situation eine gewisse Komik verleihen – dies kann dem Coachee die Angst nehmen und ihm helfen dadurch lockerer an die Lösung heranzugehen.

Euer Business Coach

Christoph

Was ist eigentlich…die Wunderfrage?

Schattenhafte Jesusbüste breitet die Arme aus

Auch wenn wir manchmal redlich bemüht sind eine Lösung zu finden, fällt es uns schwer, Lösungsideen zu haben.

Im Coaching nutzen wir daher gerne die „Wunderfrage“ von Steve de Shazer, um die Perspektive des Coachees zu erweitern: „Stell Dir vor, unsere Sitzung wäre zu Ende. Heute Abend gehst du ins Bett und während Du schläft, geschieht ein Wunder. Am nächsten Morgen wachst Du auf und weißt noch nicht, dass das Wunder geschehen ist. Das Wunder besteht darin, dass es das Problem, wegen dem Du hier bist, nicht mehr gibt. Woran würdest Du es als erstes merken, dass das Problem verschwunden ist?“

Die Antworten sollten anschließend durch weitere Fragen konkretisiert werden:

• Was genau wäre anders?
• Worin würden sich Deine Gedanken/ Gefühle unterscheiden?
• Wer würde als erstes bemerken, dass das Wunder passiert ist?
• Wann war es in letzter Zeit schon einmal ein wenig wie nach dem Wunder?
• Was könntest Du jetzt tun, um ein Stück dieses Wunders schon jetzt passieren zu lassen?

Kleiner Tipp: Wichtig ist es, den Fokus beim Klienten zu behalten, denn man kann nur ändern, was in seinem Einflussbereich liegt.

Euer Business Coach

Christoph

Was ist eigentlich… Lösungsorientierte Gesprächsführung?

Strichmännchen steigt Treppe hoch zu einer Glühbirne

In der lösungsorientierten Gesprächsführung konzentrieren wir uns ganz klar auf die Lösung und durchbrechen die Problemtrance. Satt eines Rückblicks wird auf die Möglichkeiten in der Zukunft geschaut.

Der Coach leitet seinen Klienten an, verschiedene Perspektiven einzunehmen, um somit den Handlungsspielraum zu erweitern. Oft werden ähnlich oder vergleichbare Situationen aus der Vergangenheit betrachtet, die der Klient gemeistert hat.

Manchmal will dem Klienten aber partout nichts einfallen. Dann können weitere Fragetechniken weiter wie helfen, wie z.B.:
• die Wunderfrage
• die Ausnahmefrage 
• die Verschlimmerungsfrage
• die Skalierungsfrage oder
• die hypothetische Frage

Demnächst mehr…

Euer Business Coach

Christoph