Ich verstehe nicht, warum die Leute Angst vor neuen Ideen haben. Ich habe Angst vor den alten!

Entwicklung des Menschen

»Ich verstehe nicht, warum die Leute Angst vor neuen Ideen haben. Ich habe Angst vor den alten.«

John Cage

Wir leben in einer Welt, die sich immer schneller verändert, und vielen Menschen machen Veränderungen Angst. Die Erfahrungen zeigen, dass auch sehr gut ausgebildete oder auch junge Kollegen Ängste entwickeln. Wir wünschen uns Stabilität und reagieren daher kritisch auf neue Ideen – wir finden Gründe, warum wir bloß nichts ändern sollten! Insgeheim wissen wir vielleicht sogar, dass die neuen Ideen viel besser sind! Und Einstein sagte ja bereits: »Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.« Daher sollten wir offener  für Neues sein! 

Wenn Du merkst, dass Du dich in solchen Situationen verschließt, dann ist meine Empfehlung deine Ängste nicht zu ignorieren – im Gegenteil! Nimm deine Ängste ernst, aber achte darauf, ihnen keinen zu großen Spielraum einzuräumen. Rede mit einer vertrauten Bezugsperson und sprich darüber! Allein dies kann im ersten Schritt schon helfen.

Einfach aber effektiv ist eine einfache Pro- und Contraliste: Was sind die Vorteile und was sind die Nachteile, die durch die Veränderung oder neue Idee entstehen? Zusatztipps: Die Liste unbedingt schriftlich erstellen, denn in der Regel sieht man die Dinge klarer, wenn man sie aufgeschrieben hat. Anschließend kann man auch überlegen, wie mögliche Nachteile überwunden oder abgeschwächt werden können.

Außerdem hilft es sich zu überlegen, welche ähnliche Situationen in der Vergangenheit man bereits gemeistert hat und sich klarzumachen, was die eigenen Stärken sind. Das steigert unser Selbstvertrauen und die Erfahrung zeigt, dass dies damit auch unsere Bereitschaft sich auf Neues einzulassen steigt.

Euer Business Coach

Christoph

Wenn ich eine Stunde Zeit hätte, um ein Problem zu lösen, würde ich 55 Minuten damit verbringen, über das Problem nachzudenken und 5 Minuten über die Lösung!

»Wenn ich eine Stunde Zeit hätte, um ein Problem zu lösen, würde ich 55 Minuten damit verbringen, über das Problem nachzudenken und 5 Minuten über die Lösung.«

Albert Einstein

Oft sind wir insbesondere im Businesskontext sehr schnell im Lösungsmodus, denn es ist ja en voque lösungsorientiert zu sein. Leider werden auch im Coachingkontext Sprüche wie „der Lösung ist egal wie das Problem entstanden ist“ (Steve de Shazer) fehlinterpretiert: Klar sollte der Fokus auf der Lösung des Problems liegen, und dafür ist es unerheblich, wie genau das Problem entstanden ist. Allerdings ist es wichtig genau zu verstehen, was genau das Problem ist, denn ansonsten findet man im Zweifel eine tolle Lösung, die aber das eigentliche Problem nicht löst!

Ich hatte vor einiger Zeit eine Führungskraft im Coaching, die seit kurzen ein Team übernommen hat und nun ein Problem mit ihrer Mitarbeiterin hatte. Die Mitarbeiterin hatte im Jahresgespräch geäußert, dass sie seit Jahren schon überlastet ist und es ihr nun reichen würde! Gemeinsam haben wir die Situation analysiert und hinterfragt, ob es wirklich um die vermeintliche Überlastung geht. Anschließend hat die Führungskraft in einem Gespräch noch einmal genau das Problem mit ihrem Mitarbeiter besprochen und es stellte sich heraus, dass es um mangelnde Wertschätzung ging. Hätte die Führungskraft sich sofort auf die Lösung gestürzt ohne das Problem verstanden zu haben, dann hätte sie z.B. Aufgaben priorisiert oder Unterstützung organisiert. Aber das hätte das Problem nicht gelöst – die Mitarbeiterin wäre weiterhin unzufrieden gewesen!

Man könnte auch sagen: Die Problemanalyse ist das unabdingbare Fundament, um eine geeignete Lösung zu finden.

Euer Business Coach

Christoph

Wenn ein Fisch daran gemessen wird wie gut er auf einen Baum klettern kann, wird er immer denken er wäre dumm!

Lehrer vor verschiedenen Tieren will dass alle auf Baum klettern

„Jeder von uns hat unglaubliches Potential! Aber wenn ein Fisch daran gemessen wird wie gut er auf einen Baum klettern kann, wird er immer denken er wäre dumm.“

Albert Einstein

Durch unser Schulsystem und auch und teilweise die Ausbildung und das Studium wurden wir zur Konformität erzogen. Um in die nächste Klasse versetzt zu werden, muss man in allen Fächern „ausreichend“ sein. Ein Ausgleich von Schwächen durch Stärken in anderen Fächern ist nur bedingt möglich.

Grundsätzlich ist gegen ein solides Grundwissen in allen Fächern nichts auszusetzen, aber wenn dies dazu führt, dass wir verlernen uns auf unsere Stärken zu konzentrieren, weil wir zu beschäftigt sind unsere vermeintlichen Schwächen auszumerzen, dann sind wir zur Mittelmäßigkeit verdammt.

Daher sollte ich mich fragen: Kenne ich meine Stärken?

Die Erfahrung aus vielen Coachings und Trainings zeigt, dass viele Menschen ihre verschiedenen Stärken nicht kennen – ganz im Gegensatz zu ihren Schwächen! Es lohnt sich also hier noch einmal genau hinzuschauen. Kannst du alle deine Stärken nennen? Welche würden dein Partner/Freunde/Familie nennen?

Und die nächste Frage sollte lauten: Und wie baue ich diese Stärken weiter aus?

Euer Business Coach

Christoph