Was können wir tun, wenn uns Gedanken krank machen?

Der amerikanische NLP-Trainer, Bestsellerautor und Life Coach Tony Robbins sagte es wie folgt: »Der menschliche Körper ist das beste Abbild der menschlichen Seele.« Viele haben schon einmal davon gehört, dass eine Wechselwirkung zwischen unserer Psyche und unserem Körper bzw. unserer Gesundheit besteht. Dies wird in der Medizin als Psychosomatik bezeichnet.

Wie äußert sich diese Wechselwirkung? Wenn wir krank sind oder unter Schmerzen leiden, zieht dies meist unsere Stimmung herunter. Andersherum: »Eine traurige Seele kann genauso tödlich sein wie ein Bazillus. « (John Steinbeck) – negative Gedanken können uns also krank machen.

Beim heutigen Seminar bei Oliver Ruppel ging es genau um die Behandlung körperlicher Erkrankungen mit Hypnose. Damit lassen sich viele Probleme lösen, aber natürlich nicht alle Krankheiten bekämpfen. Es sollte auch nicht als Alternative sondern als Ergänzung zur Medizin gesehen werden – es geht um eine ganzheitliche Sicht: um Körper und Geist. Dabei haben wir gelernt, den Coachee zu unterstützen wieder selbstwirksam zu werden und die Ursachen für die negativen Gedanken aufzuarbeiten, um so die Negativspirale zu durchbrechen.

Ich freue mich, meinen Coachees auf diese Weise auf ihrem Weg zu begleiten und zu unterstützen.

Euer Business Coach

Christoph

Wie mit meckernden Mitarbeitern umgehen?

Mitarbeiter beschwert sich bei Chef

Viele Führungskräfte sind genervt vom ewigen Gemeckere und machen dann was im Coaching? Sie meckern…

Aus meiner Erfahrung meckern Mitarbeiter*innen, weil sie unzufrieden sind und noch wichtiger: am Erfolg des Unternehmens, des Bereichs oder der Abteilung interessiert sind! Sie meckern, weil sie auf eine Verbesserung hoffen und vor allem auch gehört zu werden.

Leider interpretieren viele Führungskräfte dies als persönlichen Angriff und ignorieren oder bügeln die Bedenken der Meckerer ab oder noch schlimmer – holen zum Gegenschlag aus. Dies vergiftet nicht nur die Beziehung zum betroffenen Mitarbeiter, sondern wirkt sich auch auf das gesamte Team aus. Wichtig ist auch zu wissen, dass nur weil der Rest des Teams nichts sagt, alles okay ist und sie nicht unbedingt der gleichen Meinung sind wie ihr Vorgesetzter selbst.

Was kann die Führungskraft tun? Im ersten Schritt hilft sicherlich ein Perspektivwechsel: Warum meckert mein Mitarbeiter? Geht es wirklich um das angesprochene Thema? Dies hilft grundsätzlich verständnisvoller zu werden.

Im nächsten Schritt sollte die Führungskraft das Gespräch mit dem „Meckerer suchen. Hier hilft die Erkenntnis aus einem früheren Post: »Reden ist Silber, Zuhören ist Gold!«. Es ist wichtig zum einem dem Mitarbeiter das Gefühl zu geben, dass man seine Bedenken ernst nimmt. Das bedeutet den Anderen aussprechen zu lassen und sich nicht gleich zu rechtfertigen oder Gründe zu finden, warum man dafür nicht verantwortlich ist. Tipp: Besser gelegentlich die wichtigsten Punkte zusammenfassen und nachfragen, ob man alles richtig verstanden hat. Dies gibt dem Anderen das Gefühl verstanden zu werden.

Anschließend ist es aber wichtig, aus dem Meckern in einen konstruktiven Modus zu wechseln. Oft hilft es zu fragen, was sich der Andere wünscht und um konkrete Vorschläge bitten. Wichtig ist, diese mit dem nötigen Respekt anzuhören, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und diese gemeinsam umzusetzen. So werden aus dem Betroffenen Beteiligte.

Vielleicht hilft folgende Erkenntnis: Ein meckernder Mitarbeiter hat noch nicht aufgegeben! Nutzt dies…

Euer Business Coach

Christoph

Frohes neues Jahr 2022

2021 war sicherlich ein anstrengendes Jahr mit vielen Aufs und Abs – insbesondere wegen Corona. Alle die regelmäßig meine oder auch andere Beiträge zum Thema Coaching wissen, dass »Der Lösung ist es egal, wie das Problem entstanden ist. « (Steve de Shazer). Daher sollten wir unseren Blick lieber auf die Gegenwart und die Zukunft richten und uns überlegen, was 2022 für uns bringen kann. Aus diesem Grund wünsche ich uns allen viel Spaß dabei neue Wege zu beschreiten und unsere Ziele zu erreichen – dabei egal, ob diese der nächste Schritt im Beruf, der Sprung in die Selbständigkeit oder in ein Angestelltenverhältnis, oder einfach mehr Zeit für Familie oder für sich selbst sind.

In diesem Sinne einen guten Start ins neue Jahr!

Euer Business Coach

Christoph

Gern per Du!

Zwei Menschen geben sich die Hand

Das Du wird im beruflichen Alltag immer salonfähiger – insbesondere seit dem Einzug der agilen Arbeitsweise. Bei AXA hat sich vor Jahren das professionelle Du eingebürgert und bringt aus meiner Sicht viele Vorteile mit sich: Dadurch, dass grundsätzlich geduzt wird, hilft es beim Abbau von Hierarchien, fördert die Zusammenarbeit und neue Mitarbeiter fühlen sich schneller integriert. Das Du ist kein Privileg mehr. Viel schnell wird auf Augenhöhe diskutiert und das fachliche Argument zählt und nicht die vermeintliche Stellung. Auch ein Grund, warum ich im Coaching immer auf Du gehe. Die Erfahrungen zeigen außerdem, dass es sehr viel einfacher ist zu sagen: „Könntest Du mir bitte helfen?“ als „Wären Sie so freundlich mir zu helfen?“.

Es gibt aber auch Mitarbeiter und Vorgesetzte, die große Bedenken vor dem Du haben. Einige möchten nicht, dass ihnen vorgeschrieben wird, mit wem sie per Du sind – und somit die Hoheit über die Nähe/ Distanz zu ihren Kollegen verlieren. Wir haben die Erfahrungen gemacht, dass es wichtig ist, diese Bedenken der Kollegen ernst zu nehmen und ihnen Zeit zu geben.

Als wir vor Jahren im Culture Team der Lebensversicherung aus den oben genannten Gründen überlegt haben das Du einzuführen, war uns klar, dass wir dies behutsam machen sollten. Dabei haben wir uns an den Kollegen von BMW orientiert, die 2018 mit diesem Vorgehen erfolgreich waren: wir haben innerhalb unseres Ressorts in der Email-Signatur immer mit dem Vornamen unterschrieben und mit #gernperDu. Das war Anfang 2019 und viele waren anfangs nicht begeistert. Doch schnell haben sich immer mehr dem Du angeschlossen und mittlerweile sind wir fast alle per Du – aber nicht alle, was vollkommen ist okay. Für uns ist die Kommunikation auf Augenhöhe unabhängig von der Hierarchie wichtig und demnach sollte jeder für sich entscheiden, wann und ob er oder sie jemals für ein generelles Du bereit ist.

Ich kann Euch also nur ermutigen das Du zu probieren. Solltet Ihr Interesse haben, schaut mal bei den Kollegen von »gern per Du« (www.gernperdu.de) rein.


Viel Spaß beim Ausprobieren…

Euer Business Coach

Christoph

Jeder Chef hat die Mitarbeiter, die er verdient!

Lego-Chef von Lego-Stormtroopern umzingelt

Ach ja, welche Führungskraft kennt den Spruch »Jeder Chef hat die Mitarbeiter, die er verdient« nicht?

Zwar ist es so, dass die meistens Führungskräfte entweder aus den eigenen Reihen zum Vorgesetzten befördert wurden oder von extern kommen. In diesen Fällen haben diese natürlich nicht die einzelnen Teammitglieder rekrutiert und tragen damit nicht die Verantwortung. Allerdings gilt dies wiederum auch nicht für alle Ewigkeiten. Als disziplinarische Führungskraft ist der oder die Vorgesetzte hauptverantwortlich für die Entwicklung des Teams und auch der einzelnen Teammitglieder.

Viele Führungskräfte kümmern sich häufig mehr um fachliche Themen oder erledigen Sonderaufgaben für ihre Vorgesetzten um sich produktiv zu fühlen und vernachlässigen ihre Hauptaufgabe – die Führungsaufgabe bzw. die Mitarbeiter- und Teamentwicklung. Aber wie geht das genau? Dazu drei einfache Tipps:

  1. Feedback: Wichtigstes Instrument der Führung ist regelmäßiges Feedback zu geben, aber auch einzufordern. Hier solltest Du immer darauf achten, dass dieses wertschätzend und konstruktiv ist.
  2. Fordern: Tiefe Zufriedenheit im Job stellt sich ein, wenn wir uns einer Aufgabe widmen, die uns fordert – ohne uns zu überfordern. Um die Mitarbeiter zu fordern und nicht zu überfordern, muss Du Dich regelmäßig mit ihnen austauschen und je nach ihrer fachlichen Kompetenz unterschiedlich fordern. Bei niedriger fachlicher Kompetenz steht die Anleitung im Vordergrund – je höher die Kompetenz, desto mehr Freiraum solltest Du dem Mitarbeiter lassen und desto mehr solltest Du als Sparringpartner agieren.
  3. Fördern: Natürlich sind gute Mitarbeiter wichtig für das Team und damit auch für den Erfolg des Vorgesetzten. Daher rührt auch der Impuls vieler Vorgesetzter, diese Leistungsträger möglichst lange zuhalten – was aber negativ auf die Motivation, auf den Mitarbeiter, aber auch das Team hat. Daher der Tipp: Fördere deine guten Mitarbeiter und freue Dich auf die positive Abstrahlwirkung, die es mit sich bringt. Mitarbeiter aus anderen Bereichen wollen für Dich arbeiten – und außerdem sieht man sich immer zweimal im Leben.

Somit gilt für mich – Jeder Chef hat die Mitarbeiter, die er verdient!

Euer Business Coach

Christoph

Wenn etwas nicht funktioniert, dann höre damit auf und versuch etwas anderes!

Männchen mit Stopp-Schild in der Hand

Diejenigen, die meinen Posts folgen, wissen, dass sich im Coaching auf die Lösung konzentriert wird. Das dritte und letzte Prinzip der lösungsorientierten Kurzzeittherapie nach Steve de Shazer lautet: »Wenn etwas trotz vieler Anstrengungen nicht gut genug funktioniert und passt – dann höre damit auf und versuche etwas anderes!«.

Im Coaching stelle ich immer wieder fest, dass Coachees versuchen ihre Probleme immer auf die gleiche Art zu lösen – auch wenn die bisherige Weise nur wenig oder sogar gar keinen Erfolg verspricht. Hier tritt die Macht der Gewohnheit zu Tage – und leider hilft es nicht, sich noch stärker anzustrengen.

Stattdessen macht es Sinn, sich Gedanken zu machen, welche anderen Möglichkeiten es gibt, das Problem zu lösen. Dabei kann ein Perspektivwechsel neue Impulse liefern. Folgende Fragen können im Businesskontext dabei helfen:

• Was würde mir meine Vorgesetzte oder mein Vorgesetzter raten?
• Wie würde meine beste Kollegin oder bester Kollege an das Problem herangehen
• Wer aus meiner Abteilung oder Bereich könnte mir bei meinem Anliegen helfen
• Was würde mir jemanden raten, der nicht mit dem Problem zu tun hat?

Also habt Mut auch mal etwas anderes zu probieren!

Euer Business Coach

Christoph

CTW-Hypnoseausbildung Teil 2

Oliver Ruppel

Diese Woche stand alles im Zeichen der Hypnose. Von Montag bis Sonntag war ich in der Kompaktwoche der Cybernetic-Trance-Works Hypnose (CTW) von Oliver Ruppel, um meine Hypnosekenntnisse weiter zu vertiefen. Wir haben Themen behandelt wie z.B. Ängste, Süchte (insb. Raucherentwöhnung, Süßigkeiten-/ Colaentwöhnung), Schmerzen (insb. Rücken-, Nackenschmerzen, Migräne) und körperliche Erkrankungen.

In den intensiven Tagen haben wir viele praktischen Übungen gemacht und auch Behandlungen selbst durchgeführt. Die Wirkung tritt sofort ein und gemeinsam haben wir in dieser Woche viele Themen aufgearbeitet. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie jahrelang kultivierte Süchte, Ängste, Wut, Schmerzen und andere Themen sich in kürzester Zeit auflösen!

Ich fühle mich gestärkt für die kommende Woche und freue mich Euch ein noch fundierteres Hypnoseangebot machen zu können.

Euer Business Coach

Christoph

Finde heraus, was gut funktioniert und passt – und tu mehr davon!

Mann gießt eine Blume

Wer meinen Beiträgen folgt, weiß, dass wir uns im Coaching nicht auf das Problem konzentrieren, sondern auf die Lösung. Außerdem haben wir festgestellt, dass es Sinn macht, sich nicht auf die Schwächen sondern auf die Stärken zu fokussieren. Eines der Prinzipien der lösungsorientierten Kurzzeittherapie von Steve de Shazer lautet: »Finde heraus, was gut funktioniert und passt – und tu mehr davon!«.

Klingt logisch, aber in meinen Coachings stelle ich immer wieder fest, dass viele Menschen sich nicht daran halten. Sie strengen sich an und wenn der Erfolg ausbleibt, dann machen sie einfach weiterhin das Gleiche – aber strengen sich noch stärker an. Dies führt leider nur sehr selten zum Erfolg. Stattdessen macht es in solchen Fällen Sinn, mit dem bisherigen aufzuhören und etwas anderes auszuprobieren!

Oft sind Coachees im ersten Moment schockiert, wenn sie mit dem aufhören sollen, was sie doch schon so lange gemacht haben – hier ist es wieder: das Hamsterrad. Meistens bekomme ich dann die Frage: Was ist denn, wenn das auch nicht klappt? Ganz einfach: Dann probiere so lange bis Du etwas findest, dass gut funktioniert – und dann tue mehr davon!

In diesem Sinne viel Spaß beim Ausprobieren!

Euer Business Coach

Christoph

Repariere nichts, was nicht kaputt ist!

Zwei Legofiguren versuchen etwas zu reparieren.

Im letzten Beitrag haben wir über den Goldstandard im Coaching gesprochen, der besagt, dass wir als Coach dann zufrieden sind, wenn der Coachee zufrieden ist. Diese wertschätzende Haltung ist eine zentrale Voraussetzung für das Vertrauensverhältnis zwischen Coach und Coachee.

Oft fällt insbesondere Führungskräften schwer, dies nachzuvollziehen und sie fragen, was ich als Coach tue, wenn mir z.B. auffällt, dass der Coachee deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt? Ganz einfach: Gar nichts!

Steve de Shazer hat es im Rahmen seiner lösungsorientierten Kurzzeittherapie auf den Punkt gebracht: »Repariere nichts, was nicht kaputt ist!«. Wenn der Coachee mit seiner Situation glücklich ist, warum sollte ich als Coach dem Coachee meine Meinung aufdrängen? Und wer sagt, dass diese die für sie oder ihn Richtige ist? Ich finde es wichtiger, sich im Coaching auf die Themen zu konzentrieren, die die oder der Coachee behandeln möchte.

Euer Business Coach

Christoph

Der Coachee ist der Goldstandard

Goldbarren

Viele Menschen kommen ins Coaching, weil sie ein konkretes Problem haben. Als Coach leisten wir dem Coachee mit unserem Methodenwissen aber insbesondere durch unsere Haltung Hilfe zur Selbsthilfe. Freunde, Bekannte, die Familie, Vorgesetzte und weitere Personen haben alle unterschiedlichste Erwartungen an den Coachee. Sie haben alle Eigeninteressen, was ganz normal ist. Allerdings ist es in der Regel nicht das, was ein Coachee benötigt. Wie äußert sich das?

Im Coaching ist der Coachee für uns der Goldstandard – das bedeutet, wenn der Coachee zufrieden ist, dann bin ich es als Coach auch. Als Vorgesetzter habe ich natürlich eine Erwartungshaltung an meine Mitarbeiter*innen. Sollte mir z.B. ein/e Mitarbeiter*in mitteilen, dass sie/er lieber weniger Energie in den Job stecken möchte, um nebenberuflich ein zweites Standbein aufzubauen, dann wird es mir schwerfallen, hier im besten Interesse des Coachees zu handeln. Aus diesem Grund macht ein Coaching mit einem neutralen Coach Sinn.

Euer Business Coach

Christoph